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Старый 13.02.2013, 18:20   #87   
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Locall вне форума Не в сети
Из дневника немецкого солдата.
Фотографии тоже с дневника. Выкладываю только воронежскую часть эпопеи. Даже с электронным переводом можно узнать про жизнь в городе, казни и прочее.

Nach Woronesch, Juli, August 1942
Von Kursk geht es in Richtung der schwer umkämpften Stadt Woronesch. Hier wird über den Don
ein Brückenkopf gebildet, dessen Mittelpunkt die Stadt ist. Vier Divisionen verteidigen den
Brückenkopf, eine davon ist die unsere. Wir sind beim VII. Armee-Korps, dazu gehören noch die
68., 75., und 88., Infanterie-Divisionen
Petino heißt der Ort, der auf der steilen Westküste des Don liegt. Wenn man am Steilufer steht,
kann man den Don etliche Kilometer überblicken. Er macht hier einen leichten Bogen nach Westen.
Auf der flachen, sandigen gegenüberliegenden Uferseite sieht man im Hintergrund die Stadt
Woronesch liegen. Etwa 2 km vom Dorf entfernt ist die Brücke über den Don, eine Holzbau unserer
Pioniere. Über ihr läuft der ganze Nachschub in den Brückenkopf Woronesch, in dem drei
Divisionen die Front halten. Im Norden des Brückenkopfs gibt es noch eine zweite Brücke. Aber
auch alle Verwundeten, Urlauber und der gesamte Nachschub müssen über diese Brücken. Bewacht
werden sie von je vier Flakgeschützen mit Besatzung und einer Gruppe von Feldgendarmen. Sie
sind das Angriffsziel der russischen Bomber und der Nachteulen, teilweise mit Frauen als Piloten.
Leider laufen auch alle Leitungen über diese Brücken, es sind ganze Bündel von Drähten der verschiedenen
Einheiten. Von unserer Vermittlung “Otto”, (so genannt nach unserem U-Offizier) in
Petino gehen insgesamt 6 Leitungen über unsere Brücke. Durch die vielen Angriffe sind wir
Störungssucher dauernd im Einsatz, um die zerschossenen Kabel zu flicken. Auch andere
Störungssucher sind auf der Brücke und es wird geschimpft und geflucht, bis jeder seine richtigen
Kabelenden hat um sie zu verbinden. Dazu sitzt uns die Angst vor einem neuen Angriff im Nacken.
Schon mehrmals mussten wir mitten in der Arbeit fluchtartig die Brücke räumen und im Erdbunker
der Feldgendarmen Schutz suchen.
Unsere Vermittlung ist im Freien unter dem Schutz einiger Bäume eingerichtet. Aber die
zahlreichen Kabel, die von allen Seiten zusammenlaufen, sind für feindliche Flieger ein gutes Ziel.
Nach einem Angriff, der vieles zerstört und auch einige Verwundete kostet, verlegen wir die

Vermittlung in ein Haus. Die dahin führenden Leitungen werden sorgfältig getarnt.

Zur Zeit zu Zeit fliegen die Russen mit Napalmbomben Angriffe auf die Brücke, allerdings ohne
Erfolg. Die kleineren Beschädigungen werden von den Pionieren sofort behoben. Wenn wir mit
unserer Störungssuche dann endlich fertig sind und zu Fuß (unsere Fahrzeuge bleiben wegen
Spritsparen in Petino) nach Petino gehen, kommt uns schon der nächste Trupp von “Otto” entgegen.
“Leitung schon wieder kaputt!”
Schlimmer ist es bei Nacht. Man darf kein Licht machen, die Nachteulen, auch U.v.D. oder Nähmaschinen
genannt, reagieren sofort. Es sind immer zwei oder drei in der Luft. Wir können nicht
schlafen, sie kreisen über dem Ort und warten auf ihre Gelegenheit. Ich bewege mich um
ein Holzhaus neben dem unser Wagen steht, immer darauf achtend, dass das Haus zwischen mir
und dem Flugzeuggeräusch bleibt.
Die Zivilisten, die hier wohnen, haben sich primitive Erdhöhlen gegraben, mit Stroh ausgepolstert
und sind dort jede Nacht. Ich krieche zu ihnen hinein, sie machen Platz und reißen Witze. Am
nächsten Tage habe ich die Bescherung, Flöhe und Läuse. Andere Kameraden sind nicht so
geplagt wie ich, mein Blut muss ein besonderes anziehender Saft sein. Nun sitze ich bei Nacht
nackt im Auto, habe meine Kleider draußen liegen und hoffe, dass das Ungeziefer sich verzieht.
Vergeblich, erst ein Insektenpulver das ich mir von zu Hause schicken lasse, hilft. Die Nachteule
taucht auf, schnell etwas anziehen und um das Holzhaus kreisen. Das Motorengeräusch setzt aus,
ein sicheres Zeichen, dass die Pilotin etwas gesehen hat und im Sinkflug nun die Bomben wirft. Ein
Rauschen, das ist nahe bei uns! Keine Explosion, am Morgen sehen wir das Loch, ein Blindgänger.
Mit weißen Bändern wird die Stelle markiert. Ein paar hundert Meter weg, mehr in Ortsmitte, ist
ein Erdbunker, dort gibt es 5 Tote. Soldaten, die in Urlaub fahren wollten, waren darin und bekamen
einen Volltreffer in den Bunker ab.
Der Brückenkopf Woronesch ist am 5. und 6. Juli 1942 erobert worden. Wochenlang toben
schwere Kämpfe um ihn, die Russen wollen den Frontvorsprung unbedingt von Norden und Süden
her eindrücken. Panzerangriff folgt auf Angriff, unsere Stukas sind täglich im Einsatz. Die größten
Kämpfe sind im nördlichen Teil des Brückenkopfes, beim Krankenhaus. Dort liegen viele zerstörte
Panzer. Bei Nacht jagen Leuchtspurgeschosse wie feurige Lichterketten durch den Himmel.
Chronik der Kämpfe:
12.7.: Im nördlichen Teil 40 Panzer vernichtet.
Продолжение.....
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