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19.7.: Im nördlichen Teil schwere Infanterieangriffe, 36 Panzer zerstört.
24.7.: Am Nordrand 62 Panzer vernichtet.
27.7.: In der Nacht 500 Bomben auf die Donbrücken.
10.8.: Nahkämpfe im nördlichen Teil.
12.8.: Massierter Angriff mit Artillerie und Flugzeugen, 234 Feindpanzer zerstört.
14. -16.8.: Starke Angriffe am Fluss Woronesch.
Gegen Ende des Sommers lassen die Angriffe langsam nach.
Ich lerne Xenia kennen, die 16jährige Tochter unserer Hausbewohner, auf deren Grundstück wir
kampieren. Sie ging vor der Besetzung von Woronesch dort in ein Gymnasium und spricht gut
deutsch. Sie ist klein und hat eine mollige Figur, aber mehr als küssen ist nicht! Mit ihrer Hilfe lerne
ich nun viele russische Wörter. An warmen Sommerabenden gehen wir, ich und noch zwei junge
Kameraden, mit ihr und ihren Freundinnen spazieren. Dabei singen sie ihre melodischen
Volkslieder. Was soll`s, wir sind alle jung und keiner weiß, was das Schicksal bringt! Eine junge
Lehrerin, die gut deutsch spricht, schließt sich uns an.
Bei Nacht sind wir wieder auf Störungssuche über die Brücke und am Ufer und im Gebüsch und
suchen unsere Leitung. Bei Dunkelheit ein Problem, auch andere Leitungen liegen hier am Boden
und so muss jede angezapft werden bis die richtigen gefunden sind.
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